Die kniffligsten Fragen im Vorstellungsgespräch – und wie man sie beantwortet

häufige knifflige Fragen im Vorstellungsgespräch

Nach der überzeugenden Bewerbung kommt bereits die nächste Stolperfalle: Das Vorstellungsgespräch. Wer hier unvorbereitet antritt kann bei der ein oder anderen Frage der Personaler schnell sprachlos werden. Damit Ihnen das nicht passiert haben wir die häufigsten und kniffligsten Fragen im Vorstellungsgespräch aufgeführt. Und natürlich die passenden Antworten:

Nr. 1: Stellen Sie sich doch kurz vor

Ein Klassiker, welcher wohl den Einstieg in die allermeisten Vorstellungsrunden darstellen dürfte. Grundsätzlich mag die Frage eine Art sanften Einstieg bilden, sie zeigt jedoch auch, wie gut sich die Bewerber grundsätzlich auf das Gespräch vorbereitet haben. Vermeiden Sie hier starr Ihren Lebenslauf zu wiederholen, den kennt das Gegenüber bereits. Bereiten Sie sich einen kurzen Überblick über Ihre Person vor, und peppen diesen mit einer privaten Anekdote, z.B. etwas worauf Sie stolz sind, auf. 30 Sekunden bis eine Minute, so lange sollte dies ungefähr dauern.

Nr. 2: Können Sie uns drei Schwächen nennen?

Die wohl altmodischste Frage, welche dennoch leider sehr oft gestellt wird. Bereiten Sie daher auch diese bestenfalls vor. Tun Sie sich selbst und dem Personaler einen Gefallen und verzichten Sie auf die Standardbeispiele der Google-Suche (“ich bin wohl zu ordentlich / zu pünktlich / zu sorgsam / …”). Unsere Empfehlung: Geben Sie eine Schwäche zu, welche keine weitere Erklärung benötigen, und keinen Bezug zur Anforderung der Stelle aufweist. Wenn Sie sich nicht gerade als RezeptionistIn bewerben geben Sie dem Personaler mit folgendem Satz eine zufriedenstellende Antwort, welche ihn direkt zur nächsten Frage leiten wird: “Namen kann ich mir grundsätzlich schlecht merken, ich erinnere mich eher Gesichter, dies aber dann direkt nach dem ersten Gespräch.”

Nr. 3: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ein weiteres Relikt aus der früheren Einstellungskultur. In Start-Ups und jungen Firmen werden Sie diese Frage mittlerweile seltener zu hören bekommen als in alteingesessenen Firmen. Die Personaler zielen meist auf Ihre Karriereziele ab, natürlich mit dem Interesse, dass Sie langfristig beim Unternehmen bleiben. Im Rahmen dessen sollten Sie aus Sicht des Unternehmens natürlich völlig flexibel sein, versteht sich von selbst. Wie Sie auch hier leicht vermeiden in ein Fettnäpfchen zu treten: Bestätigen Sie, dass die neue Stelle eine schöne Herausforderung für Sie darstellt, und Sie schnellstmöglich alle Erwartungen erfüllen möchten. Danach würden Sie sich gerne fachlich noch mehr im Aufgabengebiet festigen und können sich gerne auch vorstellen, spannende Projekte mit umzusetzen und anzugehen.

Nr. 4: Haben Sie bereits einmal die Karriere von KollegInnen positiv beeinflusst?

Eine aus Sicht der Personaler sehr interessante Frage, welche sich deswegen bei immer mehr Vorstellungsrunden eingebürgert hat. Durch diese Frage kann das Gegenüber erkunden, ob Sie Einzelgänger sind oder Teamplayer, ohne direkt danach zu fragen. Gleichzeitig ist es für viele leider schwierig, diese zu beantworten. Überlegen Sie daher bereits vorab zum Termin, ob wo und wie Sie KollegInnen geholfen haben, ohne direkt den Rum dafür in Anspruch genommen zu haben. Falls Ihnen nichts spezielles einfällt zeigen Sie zumindest auf, wo und wie Sie andere KollegInnen in der täglichen Arbeit unterstützen.

Nr. 5: Wann würden Sie Ihren direkten Vorgesetzten übergehen?

Ebenfalls eine der kniffligeren Fragen. Einerseits sollte man nicht noch vor Beginn des Arbeitsverhältnisses zugeben, dass man interne Strukturen und Abläufe ignoriert. Andererseits möchte man selbstbewusst wirken und auch Führungsverantwortung zeigen. Suchen Sie wie so oft einen guten Mittelweg: “Wenn mein direkter Vorgesetzter eine von mir vorgeschlagene Maßnahme trotz mehrmaliger Darlegung der Fakten und Vorteile für unser Unternehmen ohne sachliche Begründung und zum Nachteil des Unternehmens ablehnt würde ich diese auch einer weiteren Leitungskraft vorstellen, wenn wir als Ganzes dadurch vorankommen.

Nr. 6: Warum sollten wir genau Sie einstellen?

Ergänzen Sie diese Frage gedanklich um ein ” und nicht eine/n der anderen KandidatInnen?”, denn genau darauf wollen die Personaler raus. Beste Lösung: Einmal kurz durchatmen und die vorgenannten Antworten nochmals kurz zusammenfassen. Gehen Sie dabei vor allem darauf ein, welche Erfahrungen Sie für die Stelle mitbringen, und welchen Mehrwert das Unternehmen durch Sie bekommt. Vermeiden Sie hier eine erneute Aufzählung Ihres Lebenslaufs genauso wie Standardfloskeln à la “weil ich der Beste für den Job bin”.

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